Computerassistierte Dünnschichtzytologie

Computerassistierte Dünnschichtzytologie

Das ThinPrep® Imaging Systems der Firma Hologic Deutschland GmbH

Probenhandling mit dem ThinPrep® 5000 Prozessor
Ein Blick in den ThinPrep® 5000 Prozessor

Höchste Sicherheit bei der Diagnosestellung ist für die Sicherheit der Patientinnen wichtig. Obwohl seit Einführung der Krebsvorsorge Anfang der 1970er Jahre der Gebärmutterhalskrebs als Todesursache für Frauen um mehr als 70 % gesenkt werden konnte und wir diesem diagnostisch qualitativ hochwertigen Zellabstrich vom Gebärmutterhals, dem Pap-Abstrich, weiterhin treu verbunden sind, haben wir uns am Ende eines langwierigen Entscheidungsprozesses, in dem wir intensiv die Möglichkeiten der Computerassistenz im Screening auf Vorstufen des Gebärmutterhalskrebs und ihrer Bedeutung für eine mögliche Qualitätsverbesserung der zytologischen Diagnostik diskutiert haben, für die Einführung des ThinPrep® Imaging Systems der Firma Hologic Deutschland GmbH in unsere zertifizierten Laborstrukturen entschieden. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der diagnostischen Sicherheit und der Praxisalltagstauglichkeit des Systems.

Wir berücksichtigen damit den technologischen Fortschritt und sind eines der wenigen Labore in Deutschland, welches diese erweiterte Diagnosemöglichkeit zur Verbesserung der Sicherheit der in der Früherkennung am Gebärmutterhals einsetzt. Gerade die Interaktion zwischen Mensch und Maschine bietet in dieser Konstellation Vorteile, da die Maschine ermüdungsfrei nach Auffälligkeiten im Pap-Abstrich suchen kann und der zytologische Experte die abschließende Diagnose stellt. Daher ergänzt das System die menschliche Kompetenz bei der Diagnosestellung perfekt.


Die Grundlage der Computerassistenz:

Patentierte Filtrationstechnik durch den ThinPrep® 5000 Prozessor

Transportgefäß und Objektträger
Transportgefäß und Objektträger erhalten identische Barcodes

Die Grundlage des computerassistierten Screenings bildet die qualitätskontrollierte Probenaufbereitung auf Basis einer patentierten Filtrationstechnik. Wir verwenden hierzu den ThinPrep® 5000 Prozessor - einen Aufbereiter der neuesten Generation.

Er kann bis zu 20 Proben in einem Lauf bearbeiten. Um die korrekte Probenidentifikation sicherzustellen, erhalten Transportgefäß und Objektträger, auf den die Zellen übertragen werden, identische Barcodes. Bevor die Probe verarbeitet und auf den Objektträger übertragen wird, vergleicht der ThinPrep® 5000 Prozessor die Barcodes. Nur wenn der Abgleich korrekt ist, wird die Probenverarbeitung initiiert.

Ein wesentlicher Vorteil der Dünnschichtzytologie liegt in der geringeren Überlagerung des Zellmaterials. Gleichzeitig reduzieren sich autolytische Zellveränderungen mit nur noch bedingt möglicher Zellinterpretation, genauso wie Überlagerungen von nicht epithelialen Zellelementen und Schleim.

Auf Basis der Dünnschichtzytologie entstehen somit klare Zellbilder. Innovativ ist die gründliche und präzise computergestützte Analyse, die Zelle für Zelle des gesamten Objektträgers betrachtet. Auffällige Zellen werden zur weiteren Begutachtung elektronisch markiert. Im Laboralltag entsteht so aus der Kombination Mensch-Maschine ein Vorteil zu Gunsten der Sicherheit der Patientinnen. Denn die Maschine mustert das Präparat ermüdungsfrei vor, der zytologische Experte bewertet. Unsere mit dem System gemachten guten Erfahrungen decken sich mit einer Reihe von Studiendaten (Miller et al, Diagn. Cytopathol. 2007; 35: 213-217, Davey et al, BMJ 2007; 335: 31). Sie zeigen, dass ein erhöhter Nachweis leichter und mäßiger Dysplasien und eine Reduktion der Falsch-Negativ-Rate mit der Verwendung des computerassistierten Systems verbunden sind. So wird die Sensitivität des einzelnen Abstrichs angehoben. Dieses System hat seit 2003 eine FDA Zulassung.

Daneben bietet die Methode der Dünnschichtzytologie im Falle eines abklärungsbedürftigen Befundes grundsätzlich die Möglichkeit zusätzliche differentialdiagnostische Bausteine (z.B. HPV Nachweis) zu verwenden.

In Deutschland werden die Kosten für den ThinPrep® Pap Test für die Patientinnen von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Im Rahmen individueller Gesundheitsleistung (IGEL) kann das Testverfahren angewendet werden. Privatversicherte bekommen in der Regel die Kosten von ihrer Versicherung erstattet.

Wenn Sie sich für diese Vorsorgemöglichkeit interessieren und die Vorteile des ThinPrep® Pap Tests nutzen wollen, fragen Sie in Ihrer frauenärztlichen Praxis bei Ihrem nächsten Vorsorgetermin nach dieser innovativen Methode.

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