DNS-Messung

DNS Messgerätesystem

Indikationen für die DNS-Zytometrie

  • In der gynäkologischen Zytologie zur Charakterisierung von Borderline-Läsionen der Zervix uteri als obligat präkanzerös oder fakultativ.
  • Bei unklaren Pap III - Befunden.
  • Zur Qualitätskontrolle in der zytologischen Diagnostik.
Entscheidungsflussdiagramm zur Verwendung der DNS-Zytometrie

Methodik

Nach Sichten und Markieren pathologischer Zellen findet die Umfärbung mit Hilfe der Feulgen-Reaktion statt, die die DNS spezifisch anfärbt. Dies ermöglicht die photometrische Messung der integrierten optischen Dichte der Zellkerne und erfolgt über ein Mikroskop, das mit einem digitalen Bildanalysesystem gekoppelt ist. Zuerst werden Referenzzellen (z.B. normale Intermediärzellen oder Lymphozyten) gemessen, danach mindestens 300 pathologische Zellen. Die Präzision unseres Meßsystems entspricht dem vorgegebenen Standard der European Society für Analytical Cellular Pathology. Externe Qualitätskontrollen werden in entsprechenden Intervallen durchgeführt.

Biologische Grundlagen

Die meisten Tumore zeigen von normalen Körperzellen abweichende numerische und/oder strukturelle Chromosomenaberrationen, d.h. eine chromosomale Aneuploidie. Diese kann als Neoplasiemarker genutzt werden. Die DNS-zytometrisch gemessene Aneuploidie ist das quantitative Äquivalent der chromosomalen Aneuploidie. Der morphologische Nachweis einer leichten und mäßigen Dysplasie sagt noch nichts über den tatsächlichen Verlauf der Läsion aus. Ein großer Teil hiervon ist regredient. Wird in diesen Zellen eine Aneuploidie nachgewiesen, so befindet sich diese Läsion mit hoher Wahrscheinlichkeit auf dem Weg zur malignen Transformation.