HPV Analyser

Molekularbiologischen Methoden

Nachweis von Humanen Papillomviren (HPV)

Hybrid Capture 2 Test
Hybrid Capture 2 Test

Zum Nachweis von Humanen Papillomaviren verwenden wir den Gold Standard der HPV-Testung, den Hybrid Capture 2 Test (hc-2 Test, QIAGEN GmbH Str. 1, 40724 Hilden). Er verfügt neben der FDA-Zulassung auch über die CE-Zertifizierung und kann fünf Niedrigrisiko- und dreizehn HR-HPV-DNA Typen nachweisen, erlaubt jedoch keine Genotypisierung. Der Nachweis von HPV-DNA ist nur bei auffälligem Pap-Abstrich oder bei Zustand nach operativem (operativen) Eingriff(en) am Gebärmutterhals wegen CIN I bis CIN III sinnvoll.

Der hc2-Test ermöglicht über eine Hybridisierung mit anschließender Signalverstärkung den Nachweis von 1pg HPV-DNA pro ml. Dies entspricht einer klinisch validierten analytischen Sensitivität von 5.000 HPV-DNA-Kopien pro Test.

Schritt 1: Freisetzung der DNA aus den Zellen
Schritt 1: Freisetzung der DNA aus den Zellen

In einem ersten Schritt wird die DNA aus den Zellen freigesetzt und denaturiert. Hierzu wird der Probe Alkali zugeführt, damit die Ziel-DNA-Moleküle einzelsträngig und für die Hybridisierung zugänglich werden. Danach wird die DNA mit der RNA-Sonde unter Bindung eines doppelsträngigen RNA-DNA-Hybridkomplexes hybridisiert.

Schritt 2: Erkennen, binden und fixieren der RNA-DNA Hybride
Schritt 2: Erkennen, binden und fixieren der RNA-DNA Hybride

Im Anschluss wird die Probe in einen mit speziellen Antikörpern beschichteten Behälter überführt. Diese Antikörper erkennen spezifisch RNA-DNA-Hybride, binden und fixieren sie auf der Oberfläche des Behälters. Ein zweiter mit einer alkalischen Phosphatase markierter Antikörper erkennt und bindet an den fixierten RNA-DNA-Hybride. Ein Reinigungsprozess sichert, dass nur die fixierten RNA-DNA-Hybride in der Probe verbleiben.

Schritt 3: Analyse der alkalischen Phosphatase durch ein Luminometer
Schritt 3: Analyse der alkalischen Phosphatase durch ein Luminometer

Die Zugabe eines Enzyms spaltet die alkalischen Phosphatase ab. Das dabei freiwerdende Licht wird durch einen Luminometer registriert und dient als Infektionsmarker. Arzt und Patientin erfahren, ob mit ein erhöhtes Risiko für die Ausbildung einer Vorstufenläsion vorliegt.


p16INK4A/Ki-67 Test

Zur Abklärung eines auffälligen Abstrichs kann der p16INK4A/Ki-67 Test verwendet werden. Ein positives Testergebnis liegt bei gleichzeitiger Färbung von Zellbestandteilen vor, die normalerweise nicht nebeneinander in einer Zelle vorkommen. Färben sich nicht beide Bereiche innerhalb einer Zelle an, so kann mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Selbstheilung einsetzen. Arzt und Patientin erfahren, ob mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Selbstheilung erfolgt oder möglicherweise ein kleiner operativer Eingriff notwendig ist.


HPV-L1 Hüllennachweis

Zur Abklärung eines auffälligen Abstrichs kann der HPV-L1 Hüllennachweis verwendet werden. Wenn das Testergebnis positiv ist, kann die nachgewiesene HPV-Infektion in der Mehrheit der Fälle vom eigenen Immunsystem erkannt und erfolgreich bekämpft werden. Arzt und Patientin erfahren, ob mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Selbstheilung erfolgt oder möglicherweise ein kleiner operativer Eingriff notwendig ist. Der Nachweis von HPV-L1-Hüllennachweist ist nur bei auffälligem Pap-Abstrich und bekanntem HPV-Status sinnvoll.