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Informationen

HPV- Humaner Papillomavirus

Über die Bedeutung und den sinnvollen Nachweis von Humanen Papillomaviren in der Früherkennung am Gebärmutterhals

Schematische Darstellung des Humanen Papillomavirus (HPV)
Schematische Darstellung des Humanen Papillomavirus (HPV) 16: L1, L2 Bereich für das Kapsidprotein, E1-E7 Bereich für die "frühen" Proteine, Long control region (LCR)

HPV ist die Abkürzung für „Humaner Papillomavirus“. Das Virus zählt zur Gruppe der DNA-Viren. Es befällt Zellen der Haut und verschiedene Schleimhäute und kann dort, falls unentdeckt, unkontrolliertes Wachstum auslösen. HPV wird häufig beim Geschlechtsverkehr übertragen und das Risiko einer Infektion steigt mit der Anzahl der Geschlechtspartner. HPV kann aber auch durch eine Schmierinfektion, durch Körperkontakt beim gemeinsamen Baden und möglicherweise auch durch kontaminierte Gegenstände übertragen werden. Ebenso ist die Übertragung von der Mutter auf ihr Neugeborenes möglich.

Mittlerweile sind über 100 Typen sind bekannt, die in Hochrisiko- und Niedrigrisikotypen unterteilt werden. Die Niedrigrisiko-Typen verursachen vorwiegend harmlose Genitalwarzen, die überwiegend durch HPV 6 und 11 hervorgerufen werden. Hochrisiko-Typen können bei einer andauernden Infektion Vorstufenläsionen auslösen, die durch den Pap-Abstrich sicher erkennbar sind. Die Weltgesundheitsorganisation stuft zumindest 13 HPV Typen als krebserregend ein.

Der Nachweis von HPV-DNA ist nur bei auffälligem Pap-Abstrich oder bei Zustand nach operativem (operativen) Eingriff(en) am Gebärmutterhals wegen CIN I bis CIN III sinnvoll.

Obwohl die HPV-Infektion besonders häufig zwischen 20 bis 25 Jahren auftritt und mit zunehmenden Alter abnimmt, geht man davon aus, dass die Infektion bei rund 90 % der Frauen innerhalb von zwei Jahren von allein wieder ausheilt. Es führt also nicht jede HPV Infektion, auch nicht jede Hochrisiko-HPV Infektion, zu einer Erkrankung. Eine HPV-Infektion ist somit nicht zwangsläufig mit einer Erkrankung identisch. Daher benötigt man neben einer molekularbiologischen Methode, die den Virus entdeckt, eine zusätzliche Methode, den Pap-Abstrich, der die Erkrankung erkennt. Die regelmäßige Teilnahme an der kostenlosen jährlichen Krebsvorsorge ist der sicherste Weg, wie Sie Gebärmutterhalskrebs vermeiden können. Wird eine Erkrankung entdeckt, erfolgt eine individuelle Therapie, die eine Heilung herbeiführt. Neben der HPV-Infektion sind weitere Faktoren bekannt, die die „Selbstheilung“ stören und das Risiko für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs erhöhen:

  • Rauchen,
  • hohe Anzahl an Sexualpartner,
  • geschwächtes AbwehrsystemImmunsuppression,
  • HIV-Infektion,
  • andere genitale Infektionen (Chlamydien, Herpes),
  • langzeitige Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln (> 5 Jahre)

Mit der Vorsorgeuntersuchung gibt es gerade beim Gebärmutterhalskrebs die einmalige Möglichkeit, bereits frühe Erkrankungsstadien festzustellen. Nutzen Sie selbstverantwortlich diese Chance.

HPV Verbreitung

HPV-Impfung

Informationen über die HPV-Impfung

HPV Hochrisikotyp und Niedrigrisikotyp

Seit Ende 2006 besteht die Möglichkeit gegen vier von mittlerweile über 100 bekannten Typen des Humanen Papillomavirus zu impfen. Die beiden in Deutschland erhältlichen Impfstoffe bieten Schutz vor einer Infektion mit den HPV-Typen 6, 11, 16 und 18. Die Niedrigrisiko HPV-Typen 6 und 11 können eine Warzenbildung begünstigen. Eine dauerhafte Infektion mit den Hochrisiko-Typen 16 oder 18 kann über sicher zu erkennende Zellveränderungen zur Bildung von Gebärmutterhalskrebs führen. Diese beiden Hochrisikotypen können in etwa 70% der weltweiten Gebärmutterhalskrebsfälle im Gewebe nachgewiesen werden.

Die Dauer der Schutzwirkung ist noch nicht vollständig bekannt. Ebenso wenig die Notwendigkeit und der Zeitpunkt von Auffrischimpfungen. Aufgrund des Übertragungsweges ist der ideale Impfzeitpunkt bei Kindern und Jugendlichen vor dem Eintritt in das Sexualleben. Für alle Mädchen und junge Frauen zwischen 12-17 Jahren ist die HPV-Impfung in Deutschland eine Kassenleistung. Danach ist sie eine Wahlleistung. Sie können selber entscheiden, diesen Baustein in der Krebsvorsorge für sich zu nutzen. Ihr(e) Gynäkologin/Gynäkologe wird Ihnen in Bezug auf mögliche Nebenwirkung der Impfung beratend zur Seite stehen. Bitte fragen Sie!

Die Ständige Impfkommission des Robert-Koch Instituts (STIKO) befürwortet die Krebsfrüherkennung am Gebärmutterhals, da kein Impfstoff zu 100% wirksam ist und nicht gegen jeden HPV-Typ oder gegen bereits bestehende HPV-Infektionen schützt.

Zusammengefasst bedeutet das: Auch wenn die Impfung als individuelle Maßnahme sinnvoll ist, bietet einen lückenlosen Schutz nur der regelmäßige Pap-Abstrich bei der Vorsorgeuntersuchung.

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